Aktionen

Mit viel Fachverstand im Plan

Ein kleines Fest als Dankeschön: Handwerker, die Kollegen der Bauhütte des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg, Architekten, Bauingenieure – alle die derzeit an der Sanierung des Turmes der Lübecker St. Petri-Kirche arbeiten, waren eingeladen.

„Wir sind etwa auf der Hälfte dieser großen Maßnahme angekommen, liegen zeitlich wie finanziell voll im Plan. Das geht nur, weil alle Beteiligten mit viel Fachverstand arbeiten“, sagt Thorsten Plath aus der Bauabteilung des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg.

 

Seit Ostern 2013 steht der Turm der St. Petri-Kirche im Fokus der Aufmerksamkeit. Dort ist das äußere Mauerwerk durch eintretende Feuchtigkeit erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein Kirchturm ist aber keine gewöhnliche Baustelle. Mit Drohnen wurden Fotos vom Mauerwerk gemacht. Externe Experten stiegen nach Gerüststellung hinauf und sahen sich Fugen, Anker und Backstein genauer an. Hand in Hand gehen seitdem Planung und Ausführung. Einige Baumaterialien gibt es heute nicht mehr auf dem Markt. Bestandteile historischer Materialien mussten Wissenschaftler erst untersuchen. Die Handwerker in der Bauhütte haben diese Ergebnisse umgesetzt. Noch bis Ende 2017 werden die Arbeiten an St. Petri andauern. Auch wenn schon viel geschafft ist, liegt noch ein langer Arbeitsweg vor allen Beteiligten. Die Maßnahme an St. Petri wird im Rahmen der Kampagne „Sieben Türme will ich sehen“ durch Spenden finanziert. Mehr als 1,5 Millionen Euro sind bereits zusammengekommen. 2,8 Millionen Euro wird die Maßnahme voraussichtlich insgesamt kosten.
Auch künftig werden unvorhergesehene Dinge auftauchen und neue bauliche Herausforderungen in luftiger Höhe auf alle Beteiligten zukommen.


„Wir wollten Danke sagen, die Leistungen aller Beteiligten würdigen und ein paar Stunden über etwas anderes reden, als im Arbeitsalltag sonst möglich“, sagt Thorsten Plath und freut sich, dass viele Kolleginnen und Kollegen, extern wie intern, sich die Zeit genommen haben.


2016 05 23 7 Tuerme Kleines Fest als Dankeschoen 2Am Fuße des Turms wartete ein kleiner Pavillon, um gemeinsam die Arbeitswoche ausklingen zu lassen.
Mit Spanferkel, kühlen Getränken und in lockerer Atmosphäre ist das gelungen.
Dass es Grillgut gab, hatte einen guten Grund: Während der Arbeiten mussten die Männer der Bauhütte Holzkohle zu feinem Staub zerkleinern. Mit dem Kohlepulver soll der Fugenmörtel entsprechend dem historischen Bestandsmörtel eingefärbt werden.
Die Menge an zu verarbeitender Kohle hatte dann auch die Kollegen der Bauhütte überrascht. „Das reicht ja noch, um ein ganzes Schwein zu grillen“, hatte einer angemerkt. Das ist passiert – und hat offenbar allen geschmeckt