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Voruntersuchungen an den Domtürmen mit 3D-Technik und Gasballons

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch der NDR berichtete am 18.10.2018 von den Voruntersuchungen im Schleswig-Holstein Magazin: 

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Domsanierung-Laserscanning-per-Ballon,shmag57628.html

 

Es geht los: Mit modernster Technik wurden die Backsteinfassade und die Zwillingstürme des Lübecker Doms auf Schäden untersucht. Mit zwei 3D-Scannern, die mit dem Prinzip des terrestrischen Laserscanning arbeiten und eine Reichweite von 350 Meter haben, und einer Drohne mit einer digitalen Mittelformatkamera an Bord, konnten von außen und innen Aufnahmen von den beiden Türmen erstellt werden, um so lückenlos das Bauwerk und die Schäden zu dokumentieren und bildhaftes Material geliefert werden, mit dem die Kosten für die Sanierung kalkuliert werden können.

 

„Mithilfe der Aufnahmen werden die Verformungen an den Türmen sichtbar und später analysiert. Die Erstellung eines farbigen Oberflächenmodells lässt alle Steine und Fugen erkennen – das wird die Grundlage der statischen Untersuchengen für die Schadenskartierung. Und dieses Ergebnis ist die Grundlage für die Planung der Sanierungsmaßnahmen“, erklärt Lars Sörensen, Inhaber der Berliner Firma Scan3D. Ihm zur Seite stehen der Lübecker Denkmalpflegetechniker Stefan Lorenz und Gisbert Sacher, erfahrener Spezialist für Architekturphotogrammetrie und Geschäftsführer der fokus GmbH Leipzig.

 

Scan3D Lars SoerensenAuch zwei große, mit Helium gefüllte Ballons kamen für Aufnahmen im 114 Meter hohen Südturm zum Einsatz. „Einerseits bringen die Gasballons Licht in den Turm ganz oben und mit der Mittelformatkamera werden die Schäden von innen fotografiert“, erklärt Diplomingenieur Gisbert Sacher. Diese außergewöhnliche Konstruktion erfand Motorsport- und Industriefotograf Daniel Roeseler im Jahr 2012 und ließ sie patentieren. 

 

Gasballons„Im Nordturm ermöglichen Zwischendecken die Begehung, hier ist kein Einsatz der Ballons erforderlich“, so Carlos Blohm, Vorsitzender des Bauausschusses der Domgemeinde. „Die 3D-Scanner, die Drohne und die Kamera erstellen Bilder nach dem Prinzip der Photogrammetrie“, “, informiert Lars Sörensen weiter. Dies seien heute etablierte Messmethoden und Auswerteverfahren in der Architekturdokumentation. Aus 3D-Scans und Messbildern kann die dreidimensionale Form eines Objekts – wie jetzt der Dom mit seinen Türmen – detailliert und präzise dokumentiert werden. Lars Sörensen und sein Team beschäftigen sich seit 1999 mit dem Verfahren des 3D-Scannens; seit 2001 betreibt er seine Firma in Berlin. Die Aufnahmen an den Domtürmen ist quasi ein Heimspiel für den Wahlberliner: „Ich bin im Marienkrankenhaus geboren und in Bad Schwartau aufgewachsen“.

 

So geht es weiter:

 

Die Auswertung der Vermessungsdaten beginnt Ende Oktober und wird voraussichtlich bis Ende November dauern. Ab Januar werden die Bauhistoriker und Mineralogen zum Einsatz kommen, um die Schäden am Dom genau zu dokumentieren. Die Kosten der Voruntersuchungen, die bis Ende 2019 dauern, sind mit 400.000 Euro veranschlagt. Ziel ist eine exakte Budgetierung des ersten Bauabschnittes, der möglichst bald nach den Voruntersuchungen beginnen soll.

 

Weitere Bilder:

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Wer die Aktion „Sieben Türme will ich sehen“ unterstützen möchte, hat hier die Möglichkeit dazu:

 

Spendenkonto
Sparkasse zu Lübeck
IBAN: DE98 2305 0101 0162 9666 00
NOLADE21SPL
Verwendungszweck:
Spende Sieben Türme
 Bitte Name und Anschrift für die Spendenbescheinigung nicht vergessen

 

Fotos: Daniel Roeseler